Frankfurt/Main (SID) - 43 Tage nach dem bitteren Viertelfinal-K.o. bei der Heim-WM hat die Frauenfußball-Bundesliga mit einem "Donnerschlag" begonnen: Das Spiel zwischen dem Topfavoriten 1. FFC Frankfurt und der SG Essen-Schönebeck (3:0) musste nach 31 Minuten wegen eines heftigen Gewitterregens aus Sicherheitsgründen für 13 Minuten unterbrochen werden.

Die Tabellenführung hat nach dem Auftakt Titelverteidiger Turbine Potsdam inne. Das Team von Trainer Bernd Schröder besiegte den Hamburger SV mit 4:0 (2:0). Vor 2790 Zuschauern trafen Genoveva Anonma (8./62.) und die japanische Weltmeisterin Yuki Nagasato (20./58.) doppelt. 

Vor 2750 Zuschauern im Stadion am Brentanobad taten sich die mit einem Rekordetat von 1,7 Millionen Euro in die Saison gestarteten Frankfurter Meisterschaftsfavoritinnen besonders in der ersten Halbzeit sehr schwer. Erst Ex-Nationalspielerin Sandra Smisek (38.) sorgte mit ihrem Führungstreffer für ein wenig Erleichterung vor dem Wechsel. Zuvor hatte Essen durch Melanie Hoffmann (22.) und Isabell Wolff (24.) gute Chancen vergeben. 

Da sich vor den Augen der Bundestrainerin Silvia Neid und DFB-Präsident Theo Zwanziger besonders Fatmire Bajramaj steigerte, sprang für die Hessinnen am Ende ein Arbeitssieg heraus. Neuzugang Bajramaj war am zweiten Treffer durch Svenja Huth (50.) beteiligt und erzielte den Endstand mit einem Schlenzer in den Winkel höchstpersönlich (53.). 

In der Startelf der Gastgeberinnen stand auch die japanische Weltmeisterin Saki Kumagai, die nach 70 Minuten durch die US-amerikanische Vize-Weltmeisterin Alexandra Krieger ersetzt wurde. Der siebenmalige Meister aus Frankfurt peilt das zweite Triple nach 2008 an.

Große Probleme hatte beim Bundesligastart indes der FCR Duisburg. Der Meister von 2000 mühte sich vor 1870 Zuschauern zu einem 2:1 (0:1) gegen Aufsteiger Lok Leipzig. Die Führung der Gäste durch Lyn Meyer (14.) glich Nationalspielerin Alexandra Popp (59.) aus, Stefanie Weichelt (85.) besorgte den Siegtreffer.