Frankfurt/Main (dpa) - Kurz vor Toreschluss der Transferperiode hat das Wechsel-Karussell in der Fußball-Bundesliga noch einmal volle Fahrt aufgenommen und die Ausgaben der Vereine auf rund 141 Millionen Euro ansteigen lassen.

Während spektakuläre Einkäufe auf der Zielgerade jedoch ausblieben, machten einige Clubs mit dem Verkauf von Leistungsträgern Kasse und steigerten die Gesamteinnahmen der 18 Bundesligaclubs auf rund 120 Millionen Euro.

Der Hamburger SV bestätigte den Abgang von Eljero Elia zu Juventus Turin, wo der niederländische Nationalspieler einen Vierjahresvertrag unterschrieb. Die Ablösesumme beträgt neun Millionen Euro, wird in drei Raten gezahlt und kann sich noch um eine Million erhöhen.

Als Ersatz für Elia wird der Tabellenletzte Außenstürmer Ivo Ilicevic für rund vier Millionen Euro vom 1. FC Kaiserslautern verpflichten. Der kroatische Nationalspieler wurde am Mittwoch zum Medizincheck in der Hansestadt erwartet.

Noch nicht endgültig bestätigt war bis zum frühen Nachmittag der Wechsel von Werder Bremens Abwehrchef Per Mertesacker zum FC Arsenal. Nachdem sich die Vereine am Vortag geeinigt hatten, galt der Abschluss des Neun-Millionen-Euro-Transfers des Nationalspielers auf die Insel jedoch nur noch als Formsache.

Europa-League-Teilnehmer Hannover 96 sicherte sich auf den letzten Drücker die Dienste des österreichischen Nationalspielers Daniel Royer. Der 21 Jahre alte Mittelfeldspieler kommt vom SV Ried und kostet eine geschätzte Ablösesumme von knapp 600 000 Euro.

Royer, der sich derzeit mit dem Nationalteam auf das EM-Qualifikationsspiel am Freitag gegen Deutschland vorbereitet, hatte in seinem Vertrag eine Ausstiegsklausel für internationale Clubs. «Er ist jung, entwicklungsfähig und kann auf beiden Außenbahnen spielen», sagte 96-Manager Jörg Schmadtke.