Frankfurt/Main (dpa) - Das Wechsel-Karussell in der Fußball-Bundesliga hat mit Abschluss der Transferperiode noch einmal volle Fahrt aufgenommen und die Ausgaben der Vereine auf rund 141 Millionen Euro ansteigen lassen.

Während spektakuläre Einkäufe auf der Zielgerade jedoch ausblieben, machten einige Clubs mit dem Verkauf von Leistungsträgern Kasse und steigerten die Gesamteinnahmen der 18 Bundesligaclubs auf rund 120 Millionen Euro.

Am Mittwochabend wurde der Neun-Millionen-Euro-Transfer von Werder Bremens Abwehrchef Per Mertesacker zum FC Arsenal in trockene Tücher gebracht. «Es ist ein Einschnitt», sagte Werder-Boss Klaus Allofs zum Wechsel des Nationalspielers auf die Insel. Nachdem sich die Vereine bereits am Dienstag geeinigt hatten, gaben die «Gunners» um kurz nach halb sechs grünes Licht. «Alle Dinge sind geklärt. Auch der Medizincheck ist zur Zufriedenheit gelaufen», sagte Allofs.

Mertesacker, der nach seinem Blitzbesuch in London am Mittwoch ausgesprochen fröhlich mit seinen Nationalmannschaftskollegen trainierte, meinte: «Für mich geht der Wunsch in Erfüllung, einen weiteren Schritt in meiner Karriere zu machen. Die englische Premier League hat für mich schon immer eine reizvolle Herausforderung dargestellt.»

Über einen warmen Geldregen durfte sich auch der Hamburger SV freuen. Neun Millionen Euro zahlt Juventus Turin für den niederländischen Nationalspieler Eljero Elia, der bei der «Alten Dame» einen Vierjahresvertrag unterschrieb. Die Ablösesumme wird in drei Raten gezahlt und kann sich noch um eine Million erhöhen.

Knapp die Hälfte der Summe investierte der Tabellenletzte umgehend für Ivo Ilicevic vom 1. FC Kaiserslautern. Der kroatische Nationalspieler bestand am Mittwoch den Medizincheck in der Hansestadt und soll Elia auf der Außenbahn ersetzen.

Zum Ende seiner Shoppingtour lotste Felix Magath den weißrussischen Nationalspieler Alexander Hleb und den ehemaligen Frankfurter Abwehrspieler Chris zum VfL Wolfsburg. Hleb, der zuletzt vom FC Barcelona an Birmingham City ausgeliehen war, kommt zunächst bis 31. Dezember für eine Leihgebühr von 1,5 Millionen Euro von den Katalanen. Dagegen verlässt Peter Pekarik die Niedersachsen und wechselt für rund 1,5 Millionen Euro zum türkischen Erstligisten Kayserispor.