München (dpa) - Jubel ohne Ende in Fürth, Erleichterung in Duisburg und Ingolstadt: Mit dem fünften Sieg in Serie hat Fußball-Zweitligist SpVgg Greuther Fürth zu Beginn des 6. Spieltags die Tabellenführung übernommen.

Die Franken ließen sich am Freitag auch beim VfL Bochum nicht stoppen und gewannen mit 4:1 (1:1). «Der Aufstieg ist unser Ziel. Wenn wir so weitermachen, klappt es vielleicht», sagte Fürths Angreifer Christopher Nöthe.

Den ersten Saisonsieg holte der MSV Duisburg beim 3:0 (1:0) gegen Neuling Dynamo Dresden. Jubeln durfte auch der FC Ingolstadt nach dem 3:1 (1:0) gegen Aufsteiger Hansa Rostock. Am Sonntag kann sich Bundesliga-Absteiger FC St. Pauli die Tabellenführung mit einem Sieg bei Eintracht Braunschweig zurückholen.

«Das ist ein wegweisendes Spiel für uns», hatte Bochums Coach Friedhelm Funkel betont. Und sein Team begann druckvoll: In der 15. Minute hatten die VfL-Fans schon den Torjubel auf den Lippen, doch Paul Freier vergab. Nur Bochum spielte, doch wie aus dem Nichts ging Fürth in Front. Gleich die erste Chance nutzte Sercan Sararer (35.).

Doch Bochum schlug zurück: Freier machte es nach feiner Vorarbeit von Takashi Inui (41.) nun besser und glich aus. Doch nach dem Wechsel agierten die Gäste eiskalt: Olivier Occean traf zunächst mit seinem fünften Saisontor (52.), dann erhöhte Nöthe (60.). Sararer machte alles klar (68.). Auf Bochum kommen schwere Zeiten zu. «Das ist jetzt eine kritische Phase», gestand VfL-Sportdirektor Jens Todt.

Im sechsten Anlauf durfte Duisburg jubeln. Gegen Dresden taten sich die «Zebras» zunächst schwer, doch Branimir Bajic (44.) sorgte für Beruhigung zur Pause. In der Schlussphase machte Emil Jula (79.) alles klar, für den Endstand sorgte Cheikh Gueye per Eigentor (90.). «Wir haben uns das alle gewünscht», sagte MSV-Coach Milan Sasic erleichtert. Dynamo wartet weiter auf den ersten Auswärtspunkt.

Auch Ingolstadt kann noch siegen. Die Oberbayern unter Trainer Benno Möhlmann trotzten ihrer Personalmisere und kamen gegen Rostock zum ersten Dreier. Moritz Hartmann traf zur Führung (23.). Kevin Pannewitz glich aus (56.), ehe Stefan Leitl per zwei verwandelten Foulfelfmetern (75./90.+4) den Sieg perfekt machte. Ingolstadts Andreas Görlitz sah in der Schlussphase Rot.