Rom (dpa) - Nach dem Streikausruf der Spielergewerkschaft hat der italienische Fußballverband (FIGC) den Saisonstart in der Serie A offiziell verschoben. Damit wird an diesem Wochenende in der ersten italienischen Liga definitiv nicht gespielt.

FIGC-Chef Giancarlo Abete sagte, er sei «enttäuscht» und befürchte weitere Spielausfälle. Die Spielergewerkschaft (AIC) hatte ihren lange angedrohten Streik am Mittag offiziell verkündet. Grund ist der Streit mit der Liga um den neuen Lizenzspielervertrag.

Die Vereine forderten eine Ergänzung des Vertrags in zwei Punkten: Zum einen wollen sie die bisher übliche Netto-Zahlung der Spielergehälter modifizieren, damit die geplante Einführung einer Solidaritätssteuer in Italien nicht zu ihren Lasten, sondern zu Lasten der Spieler geht. Zweiter Streitpunkt ist die Trainingsfrage. Die Clubs wollen ihre Spielerkader im Training in verschiedene Gruppen aufteilen können.

Die Spielergewerkschaft lehnt dies ab, weil sie eine Abschiebung in Ungnade gefallener Spieler befürchtet. Auch einer Anpassung der Netto-Regeln verweigert sie sich und fordert die Unterzeichnung des ausgehandelten Kontrakts. Wochenlange Verhandlungen blieben erfolglos. Am 25. August war ein letzter Vermittlungsversuch von Abete gescheitert. Am nächsten Morgen schlug die AIC der Liga vor, einen Übergangsvertrag für ein Jahr zu den bestehenden Konditionen zu unterzeichnen. Dies lehnte die Liga jedoch ab.