Mexiko-Stadt (dpa) - Am Tag nach dem Überfall auf ein Kasino in Mexiko haben die Retter weiter nach Opfern gesucht. Sechs Bewaffnete hatten das Gebäude in der Stadt Monterrey am Donnerstag gestürmt und in Brand gesetzt. Offiziell zählten die Behörden bisher 53 Tote.

Zahlreiche Menschen warteten in der Nähe des ausgebrannten Gebäudes am Freitag noch auf Informationen über Familienangehörige, die während des Gewalttat im Kasino «Royale» waren. Es sei möglich, dass sich die Zahl der Toten erhöhen werde, sagte ein Behördensprecher. In unbestätigten Medienberichten war von 61 Toten die Rede.

Nach Angaben des lokalen Fernsehsenders von Monterrey schlossen mehrere andere Spielkasinos in der Stadt ihren Betrieb. Sie wollten so ihre Solidarität mit den Opfern demonstrieren, hieß es. Andere Spielbetriebe dagegen hätten das Geschäft fortgesetzt.

In der Millionenstadt im Nordosten Mexikos tobt seit einiger Zeit ein brutaler Kampf zwischen der Killerbande Los Zetas und dem sogenannten Golf-Kartell. Es geht um die Vorherrschaft in der Region. Die kriminellen Banden sind verwickelt in Drogenhandel, Schutzgelderpressung, Entführung, Prostitution und Menschenhandel. In Monterrey waren vor allem Kasinos und Bars schon in den vergangenen Monaten immer wieder Ziel von Angriffen durch Kriminelle.

Bericht in «Milenio»

Bericht in «El Universal»