Spa-Francorchamps (dpa) - Der vom Formel-1-Team Lotus Renault als Stammfahrer abgesetzte Nick Heidfeld will seine Rückkehr ins Cockpit beim Großen Preis von Singapur in einem Monat erzwingen. Das teilte sein Manager André Theuerzeit in einer Presseerklärung mit.

Vor dem Nachtrennen wird am 19. September der Londoner High Court entscheiden, ob die Entscheidung von Lotus Renault rechtens war, Heidfeld durch Bruno Senna bei den WM-Läufen am Sonntag in Belgien und zwei Wochen später in Italien zu ersetzen.

«Ich habe einen gültigen Vertrag und möchte fahren», erklärte Heidfeld bereits am Vortag, als er im offiziellen Team-Shirt an die Strecke in Spa-Francorchamps kam. Lotus Renault machte allerdings in einer Mitteilung deutlich, dass man den 34 Jahre alten Mönchengladbacher endgültig ausmustern will. Senna solle nicht nur bei den kommenden beiden Rennen, sondern auch in den sechs verbleibenden WM-Läufen anstelle Heidfelds fahren.

Der 183-malige Grand-Prix-Starter hatte den Platz bekommen, nachdem sein ehemaliger BMW-Teamkollege Robert Kubica bei einer Rallye im Februar in Italien schwer verunglückt war. Wann der Pole zurückkehrt, ist weiter offen. Klar war, dass Heidfeld im Falle eines Kubica-Comebacks das Cockpit wieder räumen musste.