UN gibt Milliardensumme für Libyen frei

New York (dpa) - Die Vereinten Nationen haben die Freigabe von 1,5 Milliarden Dollar aus dem eingefrorenen Auslandsvermögen des Regimes von Libyens Diktator Muammar al-Gaddafi beschlossen. Mit dem Geld soll eine humanitäre Krise in Libyen verhindert werden. Die Entscheidung fiel auf Druck der USA. Das Geld solle auch die finanzielle Position der Rebellenführung stärken und Libyens Wiederaufbau nach monatelangen schweren Kämpfen unterstützen, hieß es nach der Entscheidung in New York.

Libysche Aufständische versprechen: Keine Rache

Tripolis (dpa) - Die politische Vertretung der libyschen Aufständischen versprach allen Soldaten und Freiwilligen, die bis jetzt für Gaddafi kämpfen, Straffreiheit und keine Rache zu üben, wenn sie die Waffen niederlegen. Das sagte der Vize-Chef des «Kabinetts» der Revolutionsbewegung, Ali al-Tarhuni während der ersten Pressekonferenz seiner Minister in Tripolis. Inzwischen meldete sich der untergetauchte Despot Gaddafi mit einer Audiobotschaft. Darin rief er seine Anhänger zum Kampf auf. Zugleich gab es Hinweise auf Gräueltaten auf beiden Seiten.

Koalitionspolitiker wollen bei Euro-Rettung mitreden

Berlin (dpa) - Koalitionspolitiker pochen auf eine verstärkte Mitsprache des Parlaments bei künftigen Rettungsmaßnahmen für den Euro. Wenn durch die Stabilisierung unserer Währung der Bundeshaushalt betroffen ist, sei die Mitwirkung des Bundestages rechtlich wie politisch zwingend», sagte FDP-Generalsekretär Christian Lindner der «Passauer Neuen Presse». Die schwarz-gelbe Koalition will nach einem Bericht der «Stuttgarter Zeitung» gesetzlich festschreiben, dass der Bundestag vor wichtigen Entscheidungen beim Eurorettungsfonds EFSF gefragt werden muss.

Gestiegene Strahlenwerte am Zwischenlager Gorleben