Erbitterter Machtkampf in Libyen - Berlin räumt «Irrtümer» ein

Tripolis (dpa) - Der Kampf um die Herrschaft in Libyen ist noch nicht zu Ende: Die Anhänger des untergetauchten Diktators Gaddafi leisten weiter erbitterten Widerstand gegen die Machtübernahme der Aufständischen. Die Auseinandersetzungen konzentrieren sich auf Gaddafis Heimatstadt Sirte und die Wüstenstadt Sebha in der Mitte des Landes. Derweil räumte Verteidigungsminister Thomas de Maizière Fehler der internationalen Staatengemeinschaft ein. Gaddafi sei erst «massiv unterschätzt» und dann «massiv überschätzt» worden.

Anschlag auf UN in Nigeria: Unterschiedliche Angaben über Tote

Abuja (dpa) - Nach dem Bombenanschlag auf ein UN-Gebäude in Nigerias Hauptstadt Abuja herrscht Unklarheit über die Zahl der Toten und Verletzen. Lokale Sicherheitskräfte sprechen von zehn Toten, andere Berichte nannten 18 Opfer. Die Zahl der Verletzten wurde mit 60 angegeben. Die Polizei in Abuja bestätigt, dass es sich um einen Selbstmordanschlag gehandelt hat. Ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug hatte demnach das Gebäude gerammt und war explodiert. Deutsche Opfer gibt es wohl nicht.

Japans Premier erklärt Rücktritt

Tokio (dpa) - Der erst seit gut einem Jahr amtierende japanische Ministerpräsident Naoto Kan gibt auf: Kan gab erwartungsgemäß seinen Rücktritt bekannt. Dies hatte er bereits zuvor angekündigt, allerdings die Verabschiedung von Schlüsselgesetzen zur Bedingung gemacht. Diese Bedingung ist nun erfüllt. Als aussichtsreicher Nachfolger wird der frühere Außenminister Seiji Maehara gehandelt. Kan wird sein Umgang mit der Atomkatastrophe von Fukushima vorgeworfen. Seine Umfragewerte rutschten in den Keller.

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