Frankfurt/Main (dpa) - Der Attentäter vom Frankfurter Flughafen hat vor Gericht gestanden, zwei US-Soldaten erschossen und zwei andere lebensgefährlich verletzt zu haben.

Der 21 Jahre alte Angeklagte erklärte am Mittwoch zu Beginn seines Prozesses vor dem Oberlandesgericht Frankfurt: «Es trifft zu, was die Anklage mir vorwirft.» Und weiter: «Ich wollte die Soldaten töten....» Kurz nach der Tat sei ihm der Gedanke gekommen, dass alles Schwachsinn gewesen ist. In seiner Erklärung entschuldigte sich der Angeklagte für seine Tat.

Der im Kosovo geborene Frankfurter Arid Uka muss sich wegen zweifachen Mordes und dreifachen Mordversuchs vor dem Staatsschutzsenat verantworten. Der Schuss, den er auf den Kopf eines fünften Soldaten abfeuern wollte, blieb in der Pistole stecken. Kurz darauf konnte der Attentäter im Flughafen festgenommen werden.

Er ist nach Einschätzung der Bundesanwaltschaft ein Einzeltäter, der sich durch dschihadistische Propaganda im Internet anstacheln ließ. Die Soldaten habe er nur deshalb töten wollen, weil sie Angehörige der US-Streitkräfte im Rahmen des ISAF-Mandats in Afghanistan waren. Dem Attentäter droht lebenslange Haft.

Pressemitteilung OLG

Anklage Generalbundesanwalt