Frankfurt/Main (dpa) - Der Prozess um den ersten islamistischen Anschlag in Deutschland hat unter strengen Sicherheitsvorkehrungen vor dem Frankfurter Oberlandesgericht begonnen.

Der 21 Jahre alte Angeklagte hat laut Staatsanwaltschaft vor rund einem halben Jahr am größten deutschen Flughafen in Frankfurt zwei US-Soldaten mit Kopfschüssen getötet und zwei andere schwer verletzt. Als er auf einen fünften Soldaten zielte, blockierte seine Pistole. Kurz darauf wurde der im Kosovo geborene Frankfurter festgenommen. Er muss sich wegen zweifachen Mordes und dreifachen Mordversuchs verantworten.

Der geständige Angeklagte ist nach Einschätzung der Ermittler ein Einzeltäter, der durch islamistische Propaganda im Internet angestachelt wurde. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm vor, die Soldaten nur deshalb getötet und verletzt zu haben, weil sie Angehörige der US-Streitkräfte im Rahmen des ISAF-Mandats in Afghanistan waren.

Pressemitteilung OLG

Anklage Generalbundesanwalt