Santiago de Chile (dpa) - In Chile hat es am Donnerstag erneut massive Proteste gegen die Erziehungspolitik der Regierung gegeben.

Zum Abschluss des zweitägigen Generalstreiks, den die Gewerkschaftszentrale CUT aufgerufen hatte, kam am Abend (Ortszeit) in der Hauptstadt zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei. Nach Regierungsangaben wurden 210 Menschen festgenommen, 26 Polizisten erlitten Verletzungen.

In Santiago de Chile und anderen Städten gingen nach Schätzung der Regierung 175 000 Menschen auf die Straße, während die CUT die Zahl der Demonstranten auf 600 000 bezifferte. Die Beteiligung am Generalstreik wurde von Regierung und Arbeitgebern als gering bezeichnet. Studenten, Schüler und Lehrer protestieren seit Monaten gegen die hohen Gebühren im Erziehungswesen.

Gewerkschaftszentrale CUT

Zeitung «El Mercurio»