New York (dpa) - Der erhoffte Tennis-Knaller ist im letzten Moment geplatzt - nach dem Rückzieher von Venus Williams ist Sabine Lisicki ihrer Fed-Cup-Kollegin Julia Görges kampflos in die dritte Runde der US Open gefolgt.

Kurz bevor die frisch gekürte Dallas-Siegerin im Arthur Ashe Stadium von New York zum mit Spannung erwarteten Duell gegen die US-Amerikanerin hätte antreten sollen, musste die ältere der beiden Williams-Schwestern wegen einer nicht näher benannten Krankheit passen. Eine genauere Diagnose war zunächst nicht bekannt.

Damit erreichte Lisicki beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres im vierten Anlauf erstmals die dritte Runde. Dort trifft sie auf Dominika Cibulkova aus der Slowakei oder die Amerikanerin Irina Falconi. Julia Görges hatte zuvor mit 6:3, 6:1 gegen die Spanierin Laura Pous-Tio gewonnen. Im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale trifft die 22 Jahre alte Bad Oldesloerin nun auf Shuai Peng. Es ist das erste Duell zwischen Görges und der 25 Jahre alten Chinesin.

«Die nächste Runde wird ein sehr hoher Prüfstein werden, sie ist eine der besten Spielerinnen der Tour. Aber ich muss mir keinen zu großen Druck machen, ich gehe als Außenseiterin in dieses Match», sagte Görges. «Ich versuche, mich zum ersten Mal in eine vierte Runde bei einem Grand Slam zu spielen. Bisher hatte ich in dieser Saison drei dritte Runden, das war schon ganz solide.»

Gegen die Katalanin Pous-Tio hatte Görges nur zu Beginn leichte Schwierigkeiten, ließ am Ende ihrer Gegnerin aber keine Chance. «Ich bin ganz zufrieden mit mir, sie ist eine unangenehme Gegnerin, die einen für jeden Punkt arbeiten lässt. Anfangs brauchte ich etwas, um meinen Rhythmus zu finden. Aber sie schlägt nicht so gut auf, als dass man nicht noch mal ein Break gegen sie schaffen kann. Die Chance habe ich am Anfang zum Glück genutzt», sagte Görges nach dem 70 Minuten dauernden Match.