München (dpa) - Herber Rückschlag für den FC St. Pauli, neuer Jubel bei der SpVgg Greuther Fürth: Standesgemäß mit einem Heimsieg im Derby gegen 1860 München haben die Franken unter Trainer Mike Büskens ihre Tabellenführung in der 2. Fußball-Bundesliga verteidigt.

Dagegen musste Fürths bislang ärgster Verfolger St. Pauli am 9. Spieltag eine herbe Heimpleite hinnehmen. Neuer Zweiter ist Fortuna Düsseldorf. Jubeln durfte Trainer Andreas Bergmann: Nach fünf Pleiten in Folge gewann sein VfL Bochum 2:1 gegen Nachbar MSV Duisburg.

Fürth marschiert und marschiert: Auch von den «Löwen» ließen sich die Franken am Sonntag nicht auf dem Weg zum vierten Heimsieg in Serie aufhalten. Allerdings profitierten die Hausherren auch von der überzogenen Roten Karte (13. Minute) gegen Kai Bülow. «Das war völlig unangemessen», schimpfte 1860-Sportchef Florian Hinterberger im TV-Sender Sky. Danach kam es, wie es kommen musste: Erst traf Christopher Nöthe (27.) zur Führung, dann legte Bernd Nehrig (54.) nach. Am Ende stand der nächste Dreier für den Spitzenreiter.

Einen Rückschlag im Aufstiegsrennen musste St. Pauli hinnehmen. Gegen Erzgebirge Aue setzte es nach zuvor vier Siegen am Millerntor eine 2:3-Heimpleite. «Uns hat über 90 Minuten die nötige Aggressivität und Griffigkeit gefehlt», sagte Coach André Schubert und befand: «Niederlagen braucht kein Mensch.» Zu allem Überfluss droht dem Bundesliga-Absteiger neuer Ärger wegen eines Becherwurfs. Erst im April hatte am Millerntor ein Becherwurf für Aufregung gesorgt, St. Pauli musste zur Strafe sein erstes Zweitliga-Heimspiel in Lübeck austragen. Eintracht Frankfurt kann mit einem Sieg am Montag bei Dynamo Dresden St. Pauli noch auf Rang vier verdrängen.

Fünfter Heimsieg in Serie, Platz zwei erobert - doch nach dem 4:2 gegen Cottbus herrschte bei Fortuna Düsseldorf alles andere als eitel Sonnenschein. Nach nur 25 Minuten lagen die Hausherren mit 3:0 vorn, kurz nach dem Wechsel hatten sie zudem nach der Roten Karte für Roger einen Mann mehr. Doch nun begann das große Zittern. Erst nach der Gelb-Roten Karte für Dimitar Rangelow (74.) kam Fortuna gegen neun Gäste-Spieler in der Schlussminute zur Entscheidung. «Was in der zweiten Halbzeit passiert ist, das geht nicht. Das nervt einfach nur», schimpfte Rechtsverteidiger Tobias Levels.

Im zweiten Anlauf machte Trainer Andreas Bergmann den ersten Sieg beim VfL Bochum perfekt. Dank der Tore von Routinier Christoph Dabrowski (17.) und dem erlösenden Treffer von Daniel Ginczek (89.) bezwang Bochum im Revier-Derby Duisburg noch mit 2:1 (1:0). Branimir Bajic (53.) traf für den MSV. Nichts zu lachen hatte Bergmanns Vorgänger Funkel, der mit seinem neuen Verein Aachen 0:2 bei Union Berlin verlor. «Der Sieg für Union Berlin war verdient, da müssen wir nicht drum herum reden. Man hat in der ersten Halbzeit gesehen, dass die Mannschaft noch nicht so frei ist», sagte Funkel.

Einen Hoffnungsschimmer im Tabellenkeller gab es für den Karlsruher SC - und Trainer Rainer Scharinger. Nach fünf Pleiten hintereinander gab es beim 1:1 (0:1) beim weiter sieglosen Aufsteiger Hansa Rostock ein Erfolgserlebnis. Klemen Lavric (77.) rettete den Gästen nach dem Führungstor von Marcel Schied (25.) noch einen Punkt. Der SC Paderborn holte beim 4:1 gegen den FC Ingolstadt den ersten Heimsieg. Eintracht Braunschweig spielte beim FSV Frankfurt 1:1.