New York (dpa) - Die Geschichte, dass Apple schon wieder ein geheimer iPhone-Prototyp in einer Bar verloren ging, sieht immer glaubwürdiger aus.

Die Polizei von San Francisco bestätigte nach anfänglichen Zweifeln nun doch, dass ihre Mitarbeiter Apple bei der Suche nach einem nicht näher bezeichneten Gerät unterstützt hätten. Die Umstände der Aktion decken sich mit Informationen aus dem Bericht des Online-Dienstes «CNET» über ein erneut in einer Bar liegen gelassenes iPhone der nächsten Generation.

Im vergangenen Jahr wurde bereits das iPhone 4 Wochen vor der offiziellen Vorstellung bekannt, weil ein Entwickler es in einem kalifornischen Biergarten verlor.

Die auf Nachrichten aus der IT-Branche spezialisierte Website «CNET» hatte am Mittwoch ohne näheren Hinweis auf ihre Quellen berichtet, ein Apple-Mitarbeiter habe im Juli das noch geheime nächste iPhone in einer Tequila-Bar verloren. Der Apple-Sicherheitsdienst und Polizei-Mitarbeiter hätten daraufhin die Spur des Geräts elektronisch bis zu einem Haus in San Francisco verfolgt, es dort aber nicht gefunden.

An der Geschichte kamen Zweifel auf, als Polizei-Sprecher zunächst erklärten, in ihren Unterlagen fänden sich keine Hinweise auf eine solche Aktion. Allerdings berichtete ein Bewohner des Hauses der Lokalzeitung «San Francisco Weekly», mehrere Personen, die sich als Polizeibeamte ausgaben, hätten an seiner Tür geklingelt und ihm Fragen zu einem Apple-Gerät gestellt. Danach habe er zwei von ihnen erlaubt, sich in seinem Haus umzusehen. Zeitweise stand damit die Frage im Raum, ob sich der Apple-Sicherheitsleute als Polizisten ausgegeben haben könnten - ein strafbares Vergehen.

Erst daraufhin bestätigte die Polizei schließlich, dass tatsächlich mehrere Beamte die Apple-Sicherheitsleute zu dem Haus begleitet hätten. Sie hätten das Gebäude jedoch nicht betreten. Der befragte Bewohner behauptete in der «SF Weekly» allerdings, keine Ahnung gehabt zu haben, dass er keine Polizisten, sondern Apple-Mitarbeiter in sein Haus ließ.

Um welche Art von Gerät es dabei ging, ließ die Polizei offen. Eine Datei mit der Mitteilung, die per E-Mail an das «Wall Street Journal» verschickt wurde, trug allerdings den Namen «iphone5.doc»