London (dpa) - Gegen den Willen von Julian Assange hat ein schottischer Verlag eine Autobiografie des Wikileaks-Gründers herausgebracht. Obwohl er sich für mehr als 50 Stunden habe interviewen lassen sowie vertragliche Verpflichtungen hatte, habe Assange die Veröffentlichung verhindern wollen.

Dies teilte der Verlag Canongate Books am Donnerstag mit. Da er jedoch die Vorauszahlung bereits benutzt habe, um Rechnungen aus seinem Gerichtsprozess zu zahlen, habe man sich entschlossen, das Buch ohne Autorisierung herauszubringen. Einem Bericht des Senders BBC zufolge wird Assange dem Verlag vor, den Vertrag gebrochen zu haben. Canongate profitiere von einem falschen Entwurf.

In dem Schriftstück mit dem Titel «Julian Assange: The Unauthorised Autobiography» berichtet Assange unter anderem über Warnungen aus Geheimdienstkreisen, dass die USA mit «illegalen» Mitteln eine Verschwörung gegen ihn planten. Das geht aus Auszügen hervor, die am Donnerstag in der britischen Zeitung «The Independent» veröffentlicht wurden. Das Buch soll dort in den kommenden Tagen als Serie erscheinen.

Stellungnahme Canongate I

Stellungnahme Canongate II

Artikel «Independent»