Dresden (dpa) - Bravos und Ovationen: Das Chicago Symphony Orchestra hat bei seinem einzigen Konzert seiner Europa-Tournee in Deutschland am Samstagabend das Publikum in Dresden begeistert.

Schon nach der Aufführung der Sinfonie in Es von Paul Hindemith (1895-1963) aus dem Jahre 1940 wurden die Musiker und vor allem Chefdirigent Riccardo Muti in der Semperoper minutenlang gefeiert.

Nach der Interpretation von Ausschnitten aus dem Ballett «Romeo und Julia» von Sergej Prokofjew (1891-1953) erhoben sich die ersten Zuhörer. Wenig später klatschte das Publikum im Parkett, auf Rängen und in Logen stehend und forderte den 70-jährigen Muti mehrfach auf die Bühne. Das Sonderkonzert gab wie der Auftritt des Philadelphia Orchestra am Vorabend einen Vorgeschmack auf die Dresdner Musikfestspiele 2012.

Das 1891 gegründete Chicago Symphony Orchestra gehört zu den «Big Five», den fünf großen Streichorchestern der USA. Seine Auftritte sind begehrt, «vor allem in der Traumkombination mit Muti», sagte der Intendant der Musikfestspiele, Jan Vogler. Der Cellist hatte das Ensemble nach einem gemeinsamen Konzert vor drei Jahren zu den von ihm geleiteten Festspielen eingeladen. «Um das Gastspiel hatten sich auch andere Städte beworben, wir haben den Zuschlag erhalten.»