Andrea Petkovic wollte an ihrem 24. Geburstag noch bei den US Open dabei sein, verpasste aber erneut ihr erstes Grand-Slam-Halbfinale. Bei den Herren ist nach neuem Ärger das Viertelfinale komplett und damit ein pünktliches Turnierende doch noch in Sicht.

New York (dpa) - Andrea Petkovic konnte sich ihren größten Wunsch nicht erfüllen: Deutschlands derzeit beste Tennisspielerin steht an ihrem 24. Geburtstag nicht im US-Open-Halbfinale auf dem Platz. Die Darmstädterin verlor am Donnerstag in New York 1:6, 6:7 (5:7) gegen die Weltranglisten-Erste Caroline Wozniacki aus Dänemark und verpasste auch im dritten Anlauf ihr erstes Halbfinale bei einem Grand-Slam-Turnier. Parallel kämpfte Angelique Kerber in ihrem ersten Grand-Slam-Viertelfinale gegen die Italienerin Flavia Pennetta noch um den Einzug ins Semifinale.

Petkovic musste nach dem Regen der vergangenen beiden Tage auf den kleinen Außenplatz 13 ausweichen, weil das Louis-Armstrong-Stadium unbespielbar war. Der Amerikaner Andy Roddick und der Spanier David Ferrer hatten sich wegen einer feuchten Stelle zuvor geweigert, dort anzutreten. Zwar machte die am rechten Knie lädierte Petkovic das erste Spiel, dann aber zunächst zu viele Fehler.

Im zweiten Satz zeigte sie Kämpferqualitäten, holte einen 1:3-Rückstand auf und schaffte nach dem Break zum 3:5 sogar die 6:5-Führung gegen die Dänin. Petkovic brachte aber nicht ihren Aufschlag durch und kassierte im Tiebreak die zweite Niederlage im dritten Vergleich gegen die Nummer eins.

Wozniacki trifft am Freitag auf die dreimalige US-Open-Siegerin Serena Williams, die mit 7:5, 6:1 gegen die Russin Anastasia Pawljutschenkowa weiterkam. Auf die Siegerin der Kerber-Partie wartet die Australierin Samantha Stosur nach ihrem 6:3, 6:3 über die Russin Vera Swonarewa. Die letztjährige French-Open-Finalistin steht zum ersten Mal unter den letzten Vier in Flushing Meadows.

Bei den Herren ist nach neuerlichem Ärger das Viertelfinale noch rechtzeitig komplett und damit ein pünktliches US-Open-Ende am Sonntag möglich. Ex-Sieger Roddick legte sich den zweiten Tag nacheinander mit dem Oberschiedsrichter an, bevor der Sieger von 2003 6:3, 6:4, 3:6, 6:3 gegen Ferrer gewann.

Roddick und Ferrer verließen zuvor nach wenigen Minuten das Louis-Armstrong-Stadium. Dort hatte sich nach dem vielen Regen hinter einer der beiden Grundlinien ein Haarriss gebildet, durch den Feuchtigkeit auf den Hartplatz drang. Nach rund 75-minütigen Bemühungen, den Riss mit Handtüchern und einem Sauger zu trocknen, kehrten Roddick und Ferrer gemeinsam mit Oberschiedsrichter Brian Earley zurück - aber nur für kurze Zeit. «Warum sind wir jetzt hier? Wie schwer ist es, kein Wasser zu sehen? Sie sind darauf getreten, und nach zehn Sekunden war es wieder da. Ich bin perplex», herrschte Roddick den Oberschiedsrichter an und schlug den Umzug vor.