Frankfurt/Main (dpa) - Mit einem schwer erkämpften 90:87 gegen die Phantoms Braunschweig haben die Basketballer des FC Bayern München am 2. Spieltag ihren ersten Bundesligasieg gefeiert.

Schon den zweiten Erfolg fuhr Mitaufsteiger Würzburg Baskets beim 85:60 in Gießen ein. Wie die Franken haben auch Tabellenführer Baskets Oldenburg, ratiopharm Ulm und die Telekom Baskets Bonn jeweils 4:0 Punkte auf dem Konto.

In München mussten die Bayern vor 5823 Zuschauern lange um den Sieg zittern. Jonathan Wallace war mit 25 Punkten bester Werfer beim Team von Ex-Bundestrainer Dirk Bauermann, das nach einem schwachen Start im ersten Viertel bereits mit elf Punkten in Rückstand lag. Für die Gäste trafen Stephen Dennis und Rich Melzer (beide 18) am häufigsten. «Es war ein Zitterspiel. Die Erleichterung ist natürlich groß», sagte Bauermann.

Vor der Partie hatte der Coach angekündigt, dass die Bayern im Falle einer kompletten Absage der NBA-Saison über eine Verpflichtung von Dirk Nowitzki und Chris Kaman nachdenken wollen. Derzeit spielen der deutsche Superstar und sein NBA-Kollege in den Personalplanungen der Münchner trotz der Suche nach Verstärkungen auf den großen Positionen allerdings keine Rolle. «In der gegenwärtigen Situation haben wir gesagt: Nein, das macht keinen Sinn, dass wir jemand kurzfristig holen», betonte Bauermann.

Den Bonner 95:83-Sieg bei Phoenix Hagen sicherten vor allem die treffsicheren Jared Jordan (21) und Tony Gaffney (20). Überragender Korbjäger war allerdings Hagens Zygimantas Jonusas mit 37 Punkten. Beim 84:79 von Ulm gegen die Artland Dragons gab die mannschaftliche Geschlossenheit am Ende den Ausschlag zugunsten der Hausherren, bei denen gleich sechs Profis zweistellig trafen.

Eine beeindruckende One-Man-Show bot Oldenburgs Bobby Brown beim 88:67 gegen BBC Bayreuth. Mit 30 Punkten warf der Amerikaner die Niedersachsen praktisch im Alleingang zum Erfolg. Ähnlich stark trumpfte Frankfurts Justin Gray auf, der 27 Punkte zum 73:66 der Skyliners bei den Tigers Tübingen beisteuerte.