New York (dpa) - Die Chancen auf einen pünktlichen Saisonstart der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA werden immer kleiner.

Nach übereinstimmenden US-Medienberichten konnten sich Clubbesitzer und Spielergewerkschaft NBPA nicht auf ein Treffen am Wochenende zu Verhandlungen im Tarifstreit einigen. Liga-Chef David Stern hatte am Dienstag angekündigt, dass er in den beiden ersten Wochen der Spielzeit alle Partien streichen werde, sollte es bis Montag keine Einigung geben.

Die Liga habe Gespräche für diesen Sonntag angeboten, dafür aber eine Teilung aller Einkünfte zwischen Spielern und Vereinen zur Bedingung gemacht, sagte NBA-Sprecher Tim Frank. «Die Gewerkschaft hat dies abgelehnt.» Der alte Arbeitsvertrag hatte den Profis 57 Prozent der jährlichen Gesamteinnahmen von rund 4,3 Milliarden Dollar garantiert. Zuletzt hatte die NBPA angeboten, ihren Anteil auf 53 Prozent zu reduzieren.

Seit dem 1. Juli sind die Spieler ausgesperrt. Es ist der erste Lockout seit der Saison 1998/99, die letztlich auf 50 Partien reduziert wurde. Bislang ist geplant, die neue Spielzeit am 1. November mit der Partie zwischen Meister Dallas Mavericks mit Dirk Nowitzki und den Chicago Bulls zu eröffnen.