Nelspruit (SID) - Südafrikas Fußball-Fans feierten auf den Straßen, im Fernsehen gratulierte der Verbandspräsident den Spielern - und kurze Zeit später war die Trauer groß. "Bafana, Bafana" hatten doch die Qualifikation für den Afrika-Cup 2012 verpasst. Nach dem 0:0 gegen Sierra Leone und dem gleichzeitigen 0:3 des Tabellenführers Niger gegen Ägypten glaubten die WM-Gastgeber von 2010 zunächst, doch noch die Afrikameisterschaft erreicht zu haben.

Selbst der übertragende TV-Sender und Verbandsboss Kirsten Nematandani gingen von der erfolgreichen Qualifikation aus. Allerdings kannten sie die Regeln nicht: Aufgrund des direkten Vergleichs der drei punktgleichen Teams aus Niger, Südafrika und Sierra Leone löste Niger das Afrika-Cup-Ticket.

Der südafrikanische Verband legte inzwischen gegen die Entscheidung Einspruch ein. "Wir sind der Überzeugung, dass die Mannschaft, die am Ende der Gruppenspiele an erster Stelle steht, sich automatisch qualifiziert", teilte Nematandani via Pressemitteilung mit. Und an das Team gerichtet appellierte er: "Verzweifelt nicht, noch ist nicht alles verloren."

Neben Ägypten und Südafrika ist in Kamerun ein weiteres Schwergewicht in der Qualifikation für die Afrikameisterschaft auf der Strecke geblieben. Die "Löwen" setzten sich vor 80.000 Zuschauern im Stadion von Kinshasa zwar mit 3:2 gegen die Demokratische Republik Kongo durch, das Siegtor erzielte der Mainzer Eric-Maxim Choupo-Moting. Als Gruppenzweiter hinter dem bereits qualifizierten Senegal verfügt Kamerun aber nicht über die nötige Punktzahl, um als einer von nur zwei Zweiten durchzukommen.

Dagegen löste der letztjährige WM-Viertelfinalist Ghana am Samstag das Endrunden-Ticket zur Afrikameisterschaft durch einen 2:0-Sieg in der sudanesischen Hauptstadt Khartoum.