Washington (dpa) - Als erster Staatsgast aus einem Land des «Arabischen Frühlings» hat Tunesiens Premierminister Beji Caid Essebsi am Freitag US-Präsident Barack Obama besucht.

«In Anbetracht der Tatsache, dass Tunesien das erste Land war, das die Umwälzungen bewältigt hat, die wir als Arabischen Frühling kennen, und dass es auch das erste dieser Länder ist, in dem es Wahlen gibt, fanden wir es angemessen, Tunesien auch als erstes dieser Länder im Weißen Haus zu empfangen», so Obama nach dem Treffen in Washington.

In dem Gespräch sei diskutiert worden, wie wichtig eine Wirtschaftsreform sei, die den politischen Prozess in Tunesien begleiten müsse. Obama habe seinem Staatsgast dafür ein ganzes Paket Zusagen für Wirtschaftshilfen mit auf den Weg nach Hause gegeben, darunter Kreditgarantien und Anschubhilfen für ausländische Investoren.

Essebsi dankte den USA für die starke Unterstützung während der Revolte. Obama sei der erste gewesen, der ihm nach der friedlichen Revolte gegen den autokratischen Präsidenten Ben Ali im Januar gratuliert habe. In Tunesien finden am 23. Oktober erste freie Wahlen statt.