Warschau (dpa) - Zwei Polen sind als mutmaßliche Ikea-Attentäter der polnischen Polizei ins Netz gegangen. Die Beamten der Zentralen Ermittlungsbehörde CBS hätten die beiden 39 Jahre alten Männer auf dem Gebiet der Woiwodschaft Kujawsko-Pomorskie gestellt, teilte die Polizei in Warschau mit.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen räuberische Erpressung und Gefährdung des Lebens mehrerer Menschen vor.

Einer der mutmaßlichen Täter soll als Manager in mehreren Großfirmen gearbeitet haben. Er spreche vier Fremdsprachen und wisse, wie ein Konzern funktioniere, sagte ein Polizeisprecher. Der andere Festgenommene sei wegen Drogenhandels vorbestraft.

Zu der Explosionsserie war es vom 30. Mai bis zum 2. September gekommen. Die Täter legten Sprengsätze in Ikea-Filialen in Deutschland, Belgien, Holland, Frankreich und Tschechien. Bei der Explosion in einem Dresdener Ikea-Möbelhaus waren zwei Menschen leicht verletzt worden. Nach dem letzten Attentat in Prag sollen die Täter sechs Millionen Euro Lösegeld verlangt haben.

An den Ermittlungen und der Aktion waren den Angaben zufolge mehrere hundert Polizisten beteiligt. Auch Beamten aus betroffenen Ländern hätten mitgearbeitet. Die Attentäter hätten «alles unternommen, um die polnische Spur zu verwischen», erklärte die Polizei weiter.

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