Nürnberg (dpa) - CSU-Chef Horst Seehofer ist für weitere zwei Jahre in seinem Amt bestätigt worden. Auf dem Parteitag in Nürnberg erhielt er am Samstag 747 von 831 gültigen Stimmen. Das sind 89,9 Prozent. Vor zwei Jahren hatte Seehofer 88,1 Prozent erreicht.

In seiner Grundsatzrede hatte Seehofer zuvor versucht, seiner Partei Stolz und Zuversicht einzuimpfen und sie damit auf den Kampf um den Machterhalt in Berlin und München 2013 einzuschwören. «Bayern steht so gut da wie noch nie zuvor in seiner Geschichte», betonte der bayerische Ministerpräsident. Zudem attackierte Seehofer - ohne ihn ein einziges Mal namentlich zu nennen - seinen SPD-Herausforderer für die Landtagswahl, den Münchner Oberbürgermeister Christian Ude, aber auch den möglichen SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück.

Mit Spannung erwartet wurde vor allem die Wahl der vier stellvertretenden Parteivorsitzenden im Anschluss. Hier wurde mit einer Kampfabstimmung zwischen Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und dem bekennenden Euro-Skeptiker Peter Gauweiler um einen der Vize-Posten gerechnet. Die weiteren Kandidaten waren Landtagspräsidentin Barbara Stamm, Bayerns Justizministerin Beate Merk und Verteidigungsstaatssekretär Christian Schmidt.