Wellington (dpa) - Drei Tage nach der Havarie des Containerschiffs «Rena» vor der Nordostküste Neuseelands fließt offenbar kein Öl mehr in Meer. Der Treibstoff-Austritt sei «einstweilen» gestoppt, teilte die staatliche Schifffahrts- und Meeresschutzbehörde (MNZ) am Samstag mit.

Der Ölteppich, der sich an dem 236 Meter langen Schiff gebildet hatte, sei mittlerweile sehr dünn, erklärte Einsatzleiter Rob Service. Daher werde man auf den weiteren Einsatz Öl-zersetzender Chemikalien vorerst verzichten.

Zunächst solle versucht werden, die rund 1500 Tonnen Treibstoff von Bord der «Rena» zu pumpen. Sie stellen eine große Gefahr für die Umwelt dar, da sie bei einem befürchteten Auseinanderbrechen des Schiffes ins Meer fließen könnten. Spätestens am Montag soll mit dem Appumpen begonnen werden.

Die «Rena» war am Mittwoch rund 20 Kilometer vor dem Hafen von Tauranga an dem Astrolabe-Riff auf Grund gelaufen und leckgeschlagen. Auch ein Treibstofftank wurde beschädigt. Das Schiff hat etwa 2100 Container mit Holz, Milchpulver, Fleisch und Fisch geladen. Seine Frachtkapazität beträgt 47 000 Tonnen.

Neuseeländische Schifffahrtsbehörde MNZ