San Marino (dpa) - Die Zwischenbilanz ist vielversprechend. Den nächsten Sieg auf dem Weg zur EM haben die deutschen U-21-Fußballer längst eingeplant.

«Dass wir die Partie gewinnen werden, steht für mich außer Frage», sagte Trainer Adrion vor dem Match beim krassen Außenseiter San Marino. Nach vier Siegen in den bisherigen vier EM-Qualifikationsspielen könnte das Selbstvertrauen kaum größer sein.

Dementsprechend bereitet sich der Nachwuchs des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Serravalle auf ein Schützenfest vor. «Wir müssen hochkonzentriert sein, Kreativität im Angriffsspiel zeigen und unsere Torchancen nutzen», forderte Adrion. Bereits das Hinspiel konnten die deutschen Youngster vor einem Monat 7:0 gewinnen. Vor zwei Jahren, beim bisher letzten Gastspiel in San Marino, gelang beim 11:0 sogar der höchste Sieg in der Länderspiel-Geschichte der DFB-U-21. «San Marino wird versuchen, das Ergebnis möglichst niedrig zu halten und extrem tief stehen», prophezeite Adrion.

Der Trainer kann die Partie für einige Umstellungen nutzen. Pierre-Michel Lasogga fehlt weiterhin verletzt, Kevin Vogt ist gesperrt und Ilkay Gündogan für die A-Nationalmannschaft abgestellt. Zudem sollen nach dem 3:0 gegen Bosnien-Herzegowina am vergangenen Donnerstag Kapitän Lewis Holtby, Sebastian Rudy und Keeper Kevin Trapp vom 1. FC Kaiserslautern eine Pause erhalten.

Für Trapp soll der Freiburger Oliver Baumann in die Startelf rücken, auch der Gladbacher Torhüter Marc-Andre ter Stegen kann sich Hoffnungen auf sein Debüt in der U 21 machen. «Wir haben in allen Mannschaftsteilen vielseitige Akteure. Alle unsere Spieler liegen leistungsmäßig so nahe beieinander, dass ich ihnen problemlos das Vertrauen schenken kann», erklärte Adrion.

Tatsächlich präsentierte sich die Mannschaft in den zurückliegenden Partien weitgehend stabil und konnte geringe Nachlässigkeiten unbeschadet überstehen. «Wir hatten mehr Zeit für die Sichtung und Entwicklung der Spieler, für unsere Spielidee und für den Teamgeist», sagte der Coach.

Mit dem vorherigen Jahrgang war er in der Qualifikation zur EM 2011 gescheitert und konnte das Jahr ohne Pflichtspiele für den Neuaufbau nutzen. Diesmal sind zumindest die Playoff-Partien zu den Titelkämpfen greifbar. «Wir haben eine spielstarke Truppe und entwickeln uns ständig weiter», meinte der Schalker Holtby, dem in 14 Partien für die U21 bereits neun Treffer gelungen sind.