Hamburg (dpa) - Der ehemalige Bayern-Profi Thorsten Fink hat dem Fußball-Bundesligisten Hamburger SV vorerst als Trainer abgesagt. «Bis Januar bleibe ich jetzt erstmal in Basel. Der HSV hat nachgefragt, der FC Basel und ich haben das zur Kenntnis genommen.

Aber im Laufe dieses Halbjahres ist es auch schwierig. Ich möchte mich auf jeden Fall weiter auf meinen Job konzentrieren und hier gute Arbeit leisten», sagte der Coach des Champions-League-Teilnehmers «Welt Online». Der 43-Jährige steht beim Schweizer Meister noch bis 2013 unter Vertrag und soll keine Ausstiegsklausel haben. Der HSV hatte zu dem Thema Stellungnahmen abgelehnt.

HSV-Sportdirektor Frank Arnesen hatte Fink am Mittwoch in Frankfurt getroffen. Wie die Schweizer Zeitung «Blick» berichtete, entschied sich Fink danach in Absprache mit seinem Verein gegen einen sofortigen Wechsel nach Norddeutschland. «Wir haben alles besprochen und festgelegt, dass es keinen Anlass gibt, über den Abgang von Thorsten Fink zu verhandeln. Die Absage ist erfolgt, und der HSV hat sie entgegengenommen», sagte Basels Vizepräsident Bernhard Heusler der Zeitung am Wochenende. Weitere Treffen mit Arnesen soll es am Wochenende nicht gegeben haben, da Fink während der Länderspielpause auf Mallorca urlaubt. Arnesen wird am Montag nach einwöchiger Europa-Tour zurück am Volkspark erwartet.

Somit wird auch am Wochenanfang Rodolfo Cardoso das Training des Bundesliga-Schlusslichts leiten. Er hatte die Verantwortung von Michael Oenning übernommen, der am 19. September entlassen worden war. Wegen der fehlenden Fußballlehrerlizenz darf Cardoso offiziell nur noch am Montag die Einheiten leiten, dann müsste Co-Trainer Frank Heinemann übernehmen und der Argentinier in die zweite Reihe rücken. So könnte die Konstellation auch noch am nächsten Sonntag im Spiel beim SC Freiburg aussehen. Neben Heinemann verfügen auch Arnesen und Torwarttrainer Ronny Teuber über die benötigte Lizenz.