Berlin (dpa) - Weil die Pharmaindustrie hunderte Arznei-Studien bezahlt, fordert die Kassenärztliche Bundesvereinigung strengere gesetzliche Vorgaben. Teilweise bekämen Ärzte 1000 Euro für das Ausfüllen eines Anwendungsbogens, sagte der KBV-Vorstand Carl-Heinz Müller. Das könne nicht sein. Die Mediziner beobachten die Wirkung neuer Mittel bei diesen Anwendungsbeobachtungen an ihren Patienten. Kritiker bemängeln, dass die Studien vor allem dazu dienen, die Medikamente zu verbreiten.