Berlin (dpa) - Die Füchse Berlin haben bei ihrer Heimpremiere in der Handball-Champions-League einen berauschenden Sieg gefeierte. Der Hauptstadtclub gewann 30:27 (14:15) gegen das polnische Spitzenteam KS Vive Targi Kielce.

In der intensiv geführten Partie erlebten die 7876 Zuschauer ein Wechselbad der Gefühle. Erst mit einem enormen Schlussspurt sicherten sich die Füchse den ersten Sieg der Vereinsgeschichte in der Königsklasse. Die meisten Tore der Gastgeber warfen Kapitän Torsten Laen (7) und Nationalspieler Sven Sören Christophersen (6). Bei Kielce traf Grzegorz Tkaczyk fünfmal.

Beide Team starteten mit hohem Tempo in die Partie, wobei die Berliner Defensive zunächst schwächelte. Die Gäste nutzten konsequent die Lücken in der Abwehr und zogen bis zur 17. Minute auf 11:6 davon.

Anschließend setzte Füchse-Trainer Dagur Sigurdsson auf Weltstar Iker Romero als Spielmacher - mit Erfolg: Nach seiner Einwechslung bekam das Spiel der Gastgeber deutlich mehr Kontur im Angriff. Zudem wurden die Berliner in der Defensive aggressiver. In einem Spiel auf Top-Niveau trumpfte Nationaltorhüter Silvio Heinevetter immer stärker auf. Kurz vor der Halbzeit glichen die Hausherren zum 24:24 aus.

In der zweiten Halbzeit legten die Berliner nach und lagen nach 35 Minuten in der extrem intensiv geführten Partie mit 17:15 in Front. Bis zur Schlussphase konnte sich keines der beiden Teams entscheidend absetzen. In der 50. Minute waren die Gäste wieder mit drei Toren vorn (24:21). Doch Berlin konterte noch einmal und siegte verdient.