Kiel (dpa) - Der THW Kiel ist schlagbar. Der Dominator der Handball-Bundesliga hat in der Champions League die erste Heimniederlage einstecken müssen. In einem packenden Duell mit Montpellier HB verloren die Norddeutschen in den Schlussminuten mit 23:24 (14:10).

Kiels Torhüter Thierry Omeyer lieferte zwar eine Weltklasse-Leistung gegen die Profis des französischen Topclubs, von denen Nikola Karabatic und Vid Kavticnik jahrelang an der Förde auf Torejagd gegangen waren. Dies reichte aber noch nicht einmal zu einem Remis. «In der zweiten Halbzeit haben wir viel zu wenig Tore geworfen, nur neun Stück, unglaublich», sagte Omeyer.

In der Königsklasse feierten die Füchse eine berauschende Heim-Premiere. Der Hauptstadtclub gewann am Sonntag mit 30:27 (14:15) gegen das polnische Spitzenteam KS Vive Targi Kielce. In der intensiv geführten Partie erlebten die 7876 Zuschauer ein Wechselbad der Gefühle. Erst mit einem Schlussspurt sicherten sich die Füchse den ersten Sieg der Vereinsgeschichte in der Königsklasse. Die meisten Tore der Gastgeber warfen Kapitän Torsten Laen (7) und Nationalspieler Sven Sören Christophersen (6). Bei Kielce traf der ehemalige Magdeburger und Löwen-Spielmacher Grzegorz Tkaczyk fünfmal.