Paris (dpa) - Im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur der französischen Sozialisten hat sich am Sonntagabend eine Stichwahl zwischen François Hollande und Martine Aubry abgezeichnet.

Der langjährige frühere Parteichef und seine Nachfolgerin auf dem Posten bekamen nach Auszählung der ersten Million Wahlzettel mit Abstand die meisten Stimmen. Für den 57-jährige Hollande votierten demnach 39 Prozent der Wähler, für die 61 Jahre alte Aubry 30 Prozent, wie die Partei mitteilte.

Sechs Monate vor der Präsidentschaftswahl hatten die oppositionellen Sozialisten in Frankreich am Wochenende ihre Basis mobilisiert. Erstmals durften nach US-amerikanischem Vorbild nicht nur Parteimitglieder, sondern alle Wähler abstimmen, wer im April 2012 den amtierenden Präsidenten Nicolas Sarkozy herausfordern wird. Die Sozialisten rechneten am Sonntagabend damit, dass bis zu zwei Millionen Franzosen ihre Stimme für einen der sechs Kandidaten abgegeben haben.

Das Endergebnis sollte am späten Sonntagabend feststehen. Für den Fall, dass keiner der Kandidaten mehr als 50 Prozent der Stimmen bekommt, ist für das kommenden Wochenende eine Stichwahl geplant.

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