Auckland (SID) - Die Rugby-WM ist für Ex-Weltmeister England vorzeitig beendet, die Eskapaden gehen weiter: Der englische Nationalspieler Manu Tuilagi ist Medienberichten zufolge von der neuseeländischen Polizei verhaftet worden, weil er von einer Fähre gesprungen sein soll, als diese im Hafen von Auckland anlegen wollte. Die Polizei weigerte sich, den Namen zu nennen, bestätigte jedoch, dass "ein Mitglied der englischen Rugby-Nationalmannschaft um 18.48 Uhr (7.48 Uhr MESZ, d. Red.) von Board einer Fähre gesprungen ist." Man habe den Spieler aufgegriffen, nachdem er die kurze Distanz zum Pier geschwommen sei.

Eine Polizeisprecherin sagte, dass die Person verwarnt und anschließend dem englischen Teammanagement übergeben worden sein. Tuilagi hatte bereits für Schlagzeilen gesorgt, als er für das Tragen eines Mundschutzes mit verbotener Sponsorenwerbung im Spiel gegen Georgien zu einer Strafe von 7.500 US-Dollar verdonnert worden war.

England, Weltmeister von 2003, hatte während der WM in Neuseeland vor allem abseits des Platzes durch Kneipenabende und das Beleidigen einer Hotelangestellten für Aufsehen gesorgt. Am Samstag war die Mannschaft von Teammanager Martin Johnson im Viertelfinale mit 12:19 an Erzrivale Frankreich gescheitert.