Luxemburg (dpa) - Die EU-Außenminister beraten in Luxemburg über neue Sanktionen gegen Weißrussland. Die Ministerrunde will die EU-Strafliste, auf der 192 Mitglieder der Führung in Minsk stehen, um ein Jahr verlängern.

Gegen 16 weitere Personen sollen Einreiseverbote und Kontensperrungen verhängt werden, berichteten Diplomaten am Montag. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) sagte vor dem Treffen: «Wie in Weißrussland gegen die Opposition vorgegangen wird, diese Repressionen sind in keiner Weise akzeptabel. Und deswegen ist es auch richtig, dass die Europäische Union hier gemeinsam und mit großer Entschiedenheit handelt.»

Bereits beim Gipfel zur Östlichen Partnerschaft vor eineinhalb Wochen in Warschau hatte sich die EU sehr besorgt gezeigt über die Lage der Menschenrechte in Weißrussland.

Weitere Themen des Ministerrates sind eine mögliche Verschärfung der Sanktionen gegen Syrien, die Lage in der Ukraine sowie der Friedensprozess im Nahen Osten.