Berlin (dpa) - Ein Brandanschlag hat am Montagmorgen den Regional- und Fernbahnverkehr in Berlin und Brandenburg erheblich beeinträchtigt. Betroffen war nach Angaben der Bahn der Abschnitt zwischen Berlin-Spandau und Hennigsdorf nördlich der Hauptstadt.

Züge zwischen Berlin und Hamburg wurden über Stendal und Wittenberge umgeleitet, die Fahrzeiten verlängerten sich entsprechend. Vier Regionalbahn-Linien waren unterbrochen, der betroffene Streckenabschnitt zwischen Berlin-Spandau und Nauen/Hennigsdorf wurde mit Bussen überbrückt. Wann die Störungen behoben sein werden, ist noch unklar.

Bahnreisende müssen sich bis Mittwoch auf deutlich längere Fahrzeiten einstellen. Züge mit Abfahrt vor Mittwoch, 10.00 Uhr, seien zwischen beiden Städten voraussichtlich 35 bis 45 Minuten länger unterwegs, weil sie umgeleitet werden. Darauf weist die Bahn Kunden bei der Fahrplanauskunft hin.

Nach Angaben eines Sprechers der Bundespolizei hatten Unbekannte zwischen den Bahnhöfen Brieselang und Finkenkrug die Abdeckplatten eines Kabelschachtes abgehoben. Anschließend setzten sie mit Brandbeschleunigern die Kabel in Brand und machten sie dadurch unbrauchbar.

Ein ähnlicher Anschlag hatte am 23. Mai in der Nähe des Berliner Bahnhofs Ostkreuz den S-, Regional- und Fernbahnverkehr lahmgelegt. Ob es einen Zusammenhang mit dem aktuellen Anschlag gibt, kann laut Bundespolizei noch nicht gesagt werden.

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