FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsch-französische Gipfel vom Sonntag hat den Kurs des Euro <EURUS.FX1> am Montag um über zwei Cent steigen lassen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,3583 US-Dollar gehandelt. Im asiatischen Handel hatte der Euro zeitweise nur rund 1,3346 Dollar gekostet.

"Nach dem deutsch-französischen Treffen ist die Hoffnung auf eine Lösung der Krise in der Eurozone gestiegen", sagte Ulrich Wortberg, Devisenexperte bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy hätten klar gemacht, dass sie den Euro nicht hängen lassen. "Der Markt erwartet jetzt eine große und längerfristig wirkende Lösung."

Positiv hätten sich auch die deutlich besser als erwartet ausgefallenen Daten zur Industrieproduktion in Italien und Frankreich ausgewirkt. Der Euro hat jetzt laut Wortberg weiteres Aufwärtspotenzial. Querschüsse aus den USA in Form negativer Konjunktur sind laut Wortberg wegen eines Feiertages nicht zu erwarten. Auch im weiteren Wochenverlauf stünden nur wenige Konjunkturdaten an.