Berlin (dpa) - Die umstrittene Luftverkehrssteuer für Starts von deutschen Flughäfen soll im nächsten Jahr sinken. Angedacht ist, die entfernungsabhängigen Sätze um je 5,52 Prozent zu reduzieren, wie eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums in Berlin sagte.

Im Inland und für Kurzstrecken sollen einem Entwurf zufolge statt 8 Euro künftig 7,56 Euro fällig sein. Zu Mittelstreckenzielen wie Ägypten soll der Aufschlag von 25 Euro auf 23,62 Euro sinken, für entferntere Ziele von 45 Euro auf 42,52 Euro. Die seit Jahresbeginn geltende Steuer soll jährlich eine Milliarde Euro zur Etatsanierung in die Bundeskasse bringen.

Hintergrund der geplanten Senkung ist, dass die Fluggesellschaften von 2012 an in den Handel mit CO2-Verschmutzungszertifkaten in der EU einbezogen werden sollen. Bereits bei der Einführung der Ticketsteuer war festgelegt worden, dass als Ausgleich für dadurch entstehende Kosten die Steuersätze reduziert werden können. Das Ministerium kann dies per Verordnung regeln. Die Sprecherin betonte, dass eine generelle Bewertung der Ticketsteuer dem Bundestag bis 30. Juni 2012 vorgelegt werde. Die Luftfahrtbranche beklagt Belastungen durch die Steuer, die nur teilweise an die Kunden weitergegeben werden kann.

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