Colorado Springs/Frankfurt (SID) - Die Athleten-Kommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hat sich bei einem Treffen in Colorado Springs für eine lebenslange Olympia-Sperre von Doping-Sündern ausgesprochen und damit indirekt das Kippen der Osaka-Regel kritisiert. Der Internationale Sportgerichtshof CAS hatte diese in der vergangenen Woche für nichtig erklärt. Die 2007 beschlossene Osaka-Regel besagte, dass Sportler mit einer Dopingsperre von mehr als sechs Monaten an den beiden nächsten Olympischen Spielen nicht teilnehmen dürfen.

Die Empfehlung der Athleten unter Vorsitz des ehemaligen Weltklassesprinters Frankie Fredericks (Namibia) wird nun dem Exekutiv-Rat des IOC vorgelegt. "Es ist wichtig, die immer stärker werdende Stimme der Sportler in der Olympischen Bewegung zu beachten. Wir müssen in Aktion treten, wenn sie sich so deutlich für eine Sache aussprechen, von der sie beeinflusst werden", sagte Fredericks.

In Anwesenheit von IOC-Präsident Jacques Rogge wurde beim 5. Athleten-Forum zudem eine härtere Bestrafung für Trainer und Betreuer von Doping-Sündern gefordert.