München (dpa) - Eintracht Frankfurt hat auch den Härtetest in Bochum bestanden und ist an die Spitze der 2. Fußball-Bundesliga gestürmt. Der Bundesliga-Absteiger gewann beim VfL mit 2:0 (2:0).

Mit 25 Punkten verdrängten die Hessen zum Auftakt des 11. Spieltags die SpVgg Greuther Fürth (23) vorerst von Platz eins. «Wir wollen am Saisonende auf die Aufstiegsplätzen stehen, das ist noch ein langer Weg», sagte Eintracht-Trainer Armin Veh.

Aufsteiger Hansa Rostock feierte den ersten Saisonsieg. Der bisherige Tabellenvorletzte besiegte den erneut enttäuschenden TSV 1860 München im eigenen Stadion mit 2:0 (1:0). «Wir haben eine Durststrecke hinter uns, da ist man erleichtert», frohlockte Hansa-Trainer Peter Vollmann. Der SC Paderborn gewann sein Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig mit 1:0 (1:0).

Effektiv und konsequent präsentierten sich die Frankfurter bei ihrem Gipfelsturm in Bochum. Nach dem Fund von zwei verdächtigen Paketen nahe dem Bochumer Hauptbahnhof musste die Partie mit einer halben Stunde Verspätung angepfiffen werden, was die Gäste nicht störte. Angeführt von Benjamin Köhler fuhren die weiterhin ungeschlagenen Hessen vor 20 132 Zuschauern den siebten Saisonsieg ein. Nach einer scharfen Hereingabe von Köhler verlängerte Jonas Acquistapace mit einer verunglückten Rettungsaktion den Ball ins eigene Tor (16. Minute). Freistehend konnte Köhler mit einem feinen Kopfball-Heber noch vor der Pause auf 2:0 erhöhen (36.).

Der Absturz der Münchner «Löwen» geht rasant weiter. Bei den bislang sieglosen Rostockern kassierte das Team von Trainer Reiner Maurer die dritte Niederlage in Serie. Beide Rostocker Tore fielen nach Standardsituationen von Mohammed Lartey: In der 40. Minute war Dominic Peitz nach einer Ecke mit dem Kopf vor Garbor Kiraly am Ball - ein kapitaler Fehler des 1860-Schlussmanns. Unbedrängt konnte Matthias Holst ebenfalls per Kopf nach einem Freistoß erhöhen (73.). Der Druck auf Maurer dürfte weiter zunehmen: «Ich muss meine Arbeit weitermachen. Wir haben viel gut zu machen», sagte der Coach.

Das Überraschungsteam des SC Paderborn musste nach dem frühen 1:0 von Christian Strohdiek (7.), der nach einem Freistoß den Ball mit dem Hinterkopf ins Tor verlängerte, mächtig um den Sieg zittern. Die Braunschweiger erzeugten in der hitzigen Partie nach der Pause viel Druck - nur ins Tor trafen sie nicht.