«Früher war fast alles Abseits», erklärte Wagner. «Jetzt haben sich die Grenzen verschoben. Einen Graubereich wird es immer geben. Das macht die eine oder andere Entscheidung schwierig.»

Der Schiedsrichter-Lehrwart stellte am Montag die drei umstrittenen Szenen mit dem passiven Abseits vom Wochenende in das Videoportal für die Spielleiter. Dort werden immer zu Wochenbeginn die Partien aufgearbeitet. Richtig entschieden haben nach Ansicht Fandels die Unparteiischen in Mainz und Bremen.

In Mainz erkannte Marco Fritz (Korb) ein Tor des FSV-Profis Nicolai Müller nicht an, weil dessen Kollege Eric-Maxim Choupo-Moting im passiven Abseits stand. In Bremen blieb zählte das 2:0 für Dortmund durch Patrick Owomoyela, obwohl sich Werder-Torwart Sebastian Mielitz durch BVB-Profi Robert Lewandowski beeinflusst sah.

Nicht eindeutig zu bewerten war laut Fröhlich die Entscheidung von Jochen Drees, der in der Partie 1. FC Köln - Hannover 96 am Sonntagabend ein Tor für 96 durch Sergio Pinto nicht gab, weil Didier Ya Konan Kölns Keeper Michael Rensing gestört haben soll. «Das ist ein Ermessensspielraum», meinte der frühere Bundesliga-Schiedsrichter. Der Mainzer Manager Christian Heidel dagegen wünscht sich eine klare Linie. «Das ist doch ein Lotteriespiel. Da ist ja allem Tür und Tor geöffnet, weil der Schiedsrichter - egal, wie er entscheidet - immer recht hat.»