New York (SID) - Ein erster Verhandlungsmarathon mit dem staatlichen Vermittler George Cohen hat im Kampf um die Beendigung des NBA-Lockouts keine schnelle Lösung gebracht. Mehr als zwölf Stunden dauerten die ergebnislosen Unterredungen zwischen dem Direktor des staatlichen Vermittlungsdienstes FMCS, Vertretern der nordamerikanischen Basketball-Profiliga und der Spielervereinigung NBPA in New York. Am Mittwoch sollte eine weitere Gesprächsrunde stattfinden, auch für Donnerstag haben sich die Parteien verabredet.

In der vergangenen Woche war entschieden worden, Cohen auf der Suche nach einer Lösung in dem mittlerweile 110 Tage andauernden Tarifstreit offiziell hinzuzuziehen. Der Vermittler steht nach eigenen Angaben schon mehrere Monate mit den Verantwortlichen beider Seiten in Kontakt und hat in dieser Zeit bereits an Hintergrundgesprächen teilgenommen. Zuvor war Cohen im Tarifstreit der National Football League (NFL) erfolglos als Vermittler in Erscheinung getreten.

Der Streit um die Verteilung der Klubeinnahmen hat zur Streichung aller Vorbereitungsspiele und der ersten zwei Wochen der neuen Saison geführt. Der nächste Schritt könnte die Absage aller Begegnungen bis zum Jahresende sein, weiterhin ist sogar die komplette Spielzeit in Gefahr.

Zuletzt hatten die Spielervertreter ein Angebot der Liga abgelehnt, statt der im ausgelaufenen Tarifvertrag verankerten 57 Prozent der Klubeinnahmen nur noch 50 Prozent zu erhalten. Die NBPA bietet ihrerseits an, von 57 auf 53 Prozent runterzugehen. Weil sich beide Seiten nicht auf einen neuen Tarifvertrag einigen konnten, war am 1. Juli der Lockout in Kraft getreten.