Berlin (dpa) - Donut, Lebkuchen, Honigwabe: Google hat die Versionen seines Betriebssystems Android nach süßen Sachen benannt. Mit jeder Entwicklungsstufe hat die Software für mobile Geräte neue Funktionen bekommen.

Die ersten in Deutschland verfügbaren Geräte trugen die Versionsnummer 1.5 (Codename: Cupcake). Ab Version 1.6 (Donut) gibt es die kostenlose Navigation, die zum Kartendienst Google Maps gehört. Ab Version 2.0 (Eclair) unterstützen die Androiden die Exchange-Infrastruktur, die viele Unternehmen für ihr Mailsystem nutzen. Zudem ermöglicht die Software die Verwendung einer LED-Leuchte als Blitz für die eingebaute Kamera.

Version 2.2 - benannt nach der amerikanischen Spezialität Frozen Yogurt - bedeutete einen großen technologischen Sprung. Die Software unterstützt im Unterschied zu den mobilen Apple-Geräten die Flash- Technologie von Adobe. Per Kabel oder WLAN kann das Gerät zum Modem für den PC oder Laptop werden. Außerdem lassen sich Smartphones mit Android 2.2 als WLAN-Hotspot einsetzen, also als Funkstation, über die Computer ins Netz kommen.

Version 2.3 Gingerbread unterstützt diverse Standards, die beim Abspielen von Multimedia-Inhalten im Netz helfen. Auch die Nahfunk-Technologie Near Field Communication wird damit unterstützt - sie soll zum Beispiel beim bargeldlosen Zahlen mit dem Handy zum Einsatz kommen, erste Pilotprojekte laufen bereits.

Seit Anfang 2011 ist zudem ein auf Tablet-Computer zugeschnittenes Android auf dem Markt. Version 3.0 - Codename Honeycomb (Honigwabe) - ist extra für den Einsatz auf einem größeren Bildschirm ausgelegt. Zudem soll das System Grafik deutlich schneller verarbeiten und somit für mehr Spaß beim Spielen sorgen.

Die jüngste Android-Entwicklung 4.0 heißt Ice Cream Sandwich - also Waffeleis. Sie führt die Software-Varianten für Smartphones und Tablet-Computer wieder zusammen.

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