Im gesamten Jahr verdiente Apple damit knapp 26 Milliarden Dollar bei einem Umsatz von 108,2 Milliarden. Die Vergleichszahlen des Geschäftsjahres davor: 65 Milliarden Dollar Umsatz, 14 Milliarden Dollar Gewinn.

Cook versprach weitere Zuwächse: «Wir haben fantastische Sachen in der Pipeline.» Was es ist, verriet Cook in der Telefonkonferenz nach Vorlage der Zahlen nicht. Geheimnisse sind Teil des Apple-Erfolgs.

Die Verkäufe des Tablet-Computers iPad stiegen im vierten Geschäftsquartal um 166 Prozent auf 11,1 Millionen Geräte. Damit setzte Apple seit dem Start im Frühjahr 2010 rund 40 Millionen iPads ab und beherrscht weiterhin das Geschäft in dieser neuen Geräteklasse. Er glaube, dass auf Dauer der Tablet-Markt größer als der PC-Markt sein werde, betonte Cook. Und Apple werde dabei auf der Gewinnerseite sein: «Manche Menschen ziehen ein iPad einem Mac-Computer vor. Aber ich denke, dass mehr Leute ein iPad einem Windows-PC vorziehen.»

Von seinen Mac-Computern wurde Apple 4,9 Millionen Geräte los, immerhin 26 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Einzig die Verkäufe des iPod-Musikspielers gingen weiter um 27 Prozent auf 6,6 Millionen zurück. Viele Leute hören ihre Musik inzwischen lieber über ihr Smartphone.

Kopf hinter den Erfolgsprodukten war Steve Jobs. Er starb am 5. Oktober im Alter von 56 Jahren nach einem langen Krebsleiden. Sein Tod erschütterte die Fans weltweit. Der Firmengründer hatte im August die Konzernführung endgültig an Cook abgegeben. Am Mittwoch schlossen weltweit Apple Stores für ein paar Stunden, damit die Mitarbeiter in einer firmeninternen Trauerfeier dem Firmengründer gedenken konnten. Jobs war im engen Familienkreis beigesetzt worden.

Doch die Geschäftswelt dreht sich weiter: Bohrende Fragen der Wall-Street-Analysten gab es nach der Zahlenvorlage zu dem Geldberg von Apple, der inzwischen auf über 80 Milliarden Dollar angewachsen ist. Investoren fordern angesichts des überragenden Geschäftserfolgs schon lange eine Dividende oder einen Aktienrückkauf. Doch Apple setzte die Milliarden bisher lieber für Deals mit Zulieferern oder Zukäufe ein und ließ den Großteil auf der hohen Kante.

Cook sagte, Apple werde mit dem Geld keine «Dummheiten» machen. «Es brennt kein Loch in unsere Tasche.» Zugleich sei es für ihn keine Glaubensfrage, ob Apple die Milliarden horte oder nicht. Man werde wie bisher das tun, was im Interesse der Firma ist. Rund zwei Drittel der Reserven liegen nicht in den USA, sondern im Ausland.