München/Düsseldorf (dpa) - Die Streiks der griechischen Fluglotsen im Euro-Krisenland haben auch in Deutschland zu Flugausfällen geführt. Mehrere Dutzend Flüge aus und nach Deutschland wurden verschoben, tausende Reisende waren betroffen.

Die deutschen Reiseveranstalter hatten sich mit Sonderflugplänen vorbereitet. Die Auswirkungen blieben nach der Ankündigung einer kürzeren Streikdauer als erwartet teils aber begrenzt. Bei Germanwings hieß es bereits am Mittwochmittag: «Bei uns herrscht wieder Normalbetrieb.» Von den fünf Hin- und Rückflügen, die ursprünglich verschoben werden sollten, seien nur noch zwei Verbindungen betroffen, sagte ein Sprecher. Die übrigen Flüge gingen nun wieder.

Die großen Reiseveranstalter mit Ferienfluggesellschaften halten dagegen an ihren Ersatzflugplänen fest. Abgesehen davon, dass bei Flugplanänderungen viele verschiedene Faktoren berücksichtigt werden müssten, wolle man den Urlaubern auch Verlässlichkeit bieten, sagte eine Sprecherin der Tui in Hannover. Die Gäste seien informiert, eine Hotline geschaltet und «niemand weiß, ob sich die Fluglotsen nicht schon morgen wieder für Streik entscheiden», sagte sie.

Allerdings nutze man die Streiklücke und hole Gäste mit regulären Rückflügen von den Inseln Kos und Kreta zurück. Auch bei Thomas Cook mit der Fluggesellschaft Condor bleibt es beim Sonderflugplan.

Air Berlin hatte die für Mittwoch geplanten Flüge auf Dienstag vorgezogen, die Donnerstag-Flüge wurden auf Freitag verlegt. Dabei werde es auch bleiben, sagte eine Sprecherin. Das Fußballteam von Borussia Dortmund, das am Mittwochabend in der Champions League gegen Olympiakos Piräus spielen sollte, müsse aber nicht um seine Rückreise fürchten, sagte die Air Berlin-Sprecherin. Das sei ein Sonderflug und der werde stattfinden.

In München wurden nach Angaben des Flughafens wegen der Streiks sämtliche 20 Flüge aus und nach Griechenland gestrichen - darunter Flüge nach Athen, Thessaloniki oder aus Heraklion und Kos. Der Frankfurter Flughafen berichtete von der Streichung von insgesamt 14 Passagierflügen zwischen Frankfurt und Griechenland. Zudem habe eine Frachtmaschine nicht abheben können.

Die Lufthansa nannte zunächst keine Zahlen, rechnete für Donnerstag aber mit einem regulären Flugbetrieb. Laut Flugplan sollten zwischen Deutschland und Griechenland 14 Lufthansa-Maschinen fliegen. Auch in Hamburg und in Hannover wurden einige Flüge gestrichen oder verschoben.