Frankfurt/Main (dpa) - Regen und Wind haben die Demonstranten vor der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt in der Nacht nicht zum Abbrechen ihrer Zelte bewegt. Bis zu 70 Teilnehmer verbrachten die vierte Nacht in Folge in dem Camp, berichtete eine Polizeisprecherin.

Die Stimmung sei nach wie vor «absolut friedlich». Das Ordnungsamt hatte am Dienstag eine Verlängerung des Camps bis zum 29. Oktober genehmigt. Vorbild der Protestler sind die New Yorker Aktivisten von «Occupy Wall Street» («Besetzt die Wall Street»), die seit einem Monat im Finanzdistrikt der Millionenmetropole campieren und gegen die Macht der Finanzmärkte protestieren.

In Frankfurt wird heute EZB-Präsident Jean-Claude Trichet auf einem Festakt mit Finanzprominenz und Politikern aus ganz Europa verabschiedet. Nach acht Jahren an der Spitze tritt der Franzose, der zum Ende seiner Amtszeit wegen umstrittener Staatsanleihenkäufe von kriselnden Euro-Staaten in die Kritik geriet, Ende Oktober turnusgemäß ab. Trichets Nachfolger ist der Italiener Mario Draghi.

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