Los Angeles (dpa) - Die amerikanische Schauspielerin Lindsay Lohan (25) kehrt erneut in den Gerichtssaal zurück. Wie der US-Sender CNN berichtete, wollte Richterin Stephanie Sautner am Mittwoch in einer Anhörung prüfen, ob Lohan in den vergangenen Monaten ihre Bewährungsauflagen erfüllt hat.

Außerdem solle geklärt werden, warum sie noch immer nicht mit einer gerichtlich angeordneten Therapie begonnen hat. Aus Sicht der kalifornischen Staatsanwaltschaft hat Lohan wegen Verletzung ihrer Auflagen eine weitere Haftstrafe verdient.

Die Schauspielerin war kürzlich aus einem Frauenhaus-Programm verwiesen worden, wo sie einen Großteil ihrer Sozialdienste ableisten sollte. Nach Medienberichten war sie nur selten erschienen. Lohan selbst fühlt sich unrecht behandelt und erklärte über den Kurznachrichtendienst Twitter, dass sie ihre Auflagen durchaus ernst genommen hätte. «Ich will nur, dass bekannt ist, dass es nicht heißt, ich hätte meine Verpflichtungen nicht eingehalten, nur weil ich während meines Sozialdienstes nicht verfolgt und fotografiert wurde,» schreibt Lohan.

Im Mai hatte Lohan den Diebstahl einer Halskette gestanden. Mit dieser Tat hatte sie gegen frühere Bewährungsauflagen wegen Alkohol- und Drogenvergehen verstoßen. Sie stand mehrere Wochen unter Hausarrest. Als weitere Strafe ordnete das Gericht Therapie, einen Besserungskurs für straffällige Ladendiebe und 480 Stunden Sozialdienst in einer Notunterkunft für Frauen und in einem Leichenschauhaus an.

Richterin Sauter ermahnte Lohan im Juli, ihren Verpflichtungen beim Ableisten der Sozialdienste nachzukommen. Sie werde keine Entschuldigungen dulden. In einer Twitter-Botschaft in der vorigen Woche verteidigte sich die Schauspielerin: «Ich arbeite hart, und jeden Tag erfülle ich meine Verpflichtungen, für das Gericht und für mich selbst».

Lindsay Lohan auf Twitter