London (dpa) - Der Man-Booker-Literaturpreis bleibt auch in diesem Jahr in Großbritannien: Die Auszeichnung 2011 geht an den Autoren Julian Barnes (65). Er nahm den Preis am späten Dienstagabend in London für seinen Roman «The Sense of an Ending» entgegen.

In seinem preisgekrönten Buch beschreibt Barnes die Geschichte eines Mannes in mittleren Jahren, der Schwierigkeiten hat, sein Leben auf die Reihe zu bekommen, nachdem er den Brief eines Anwalts erhalten hat. Die Erinnerungen, die er von sich selbst hatte, stimmen nicht mehr exakt mit der Realität überein. Barnes war schon drei Mal für den Booker-Preis nominiert gewesen, hatte ihn aber nie gewonnen.

Barnes dankte am Dienstag «den Verlegern für ihre Weisheit und den Sponsoren für ihren Scheck». Das Buch sei «ein brillanter Roman, einer der sich dem Leser in den Kopf brennt, noch lange nachdem er aufgehört hat zu lesen», sagte Jon Howells vom Buchhändler Waterstones. Stella Rimington, Mitglied der fünfköpfigen Jury, sagte: «Wir dachten, es ist ein sehr schön geschriebenes Buch. Wir dachten, es ist ein Buch, das die Menschheit des 21. Jahrhunderts anspricht.»

Der mit 50 000 britischen Pfund (rund 57 000 Euro) dotierte Man-Booker-Literaturpreis wird seit 1969 verliehen und gilt als eine der wichtigsten literarischen Ehrungen für englischsprachige Autoren aus Großbritannien, dem Commonwealth sowie aus Irland. Im vergangenen Jahr hatte der britische Schriftsteller Howard Jacobson («The Finkler Question») den Preis gewonnen.

Informationen zum Booker Prize