Paris (dpa) - Nach wochenlangen Spekulationen hat sich Frankreichs hochschwangere Präsidentenehefrau Carla Bruni-Sarkozy (43) nach TV-Angaben am Mittwochmorgen zur Geburt in eine Pariser Klinik begeben. Der TV-Sender BFM berief sich in seinem Bericht auf namentlich nicht genannte Mediziner.

Am Nachmittag filmten Kameraleute Präsident Sarkozy beim Besuch in der schwer bewachten Klinik, vor der Paparazzi seit Tagen auf der Lauer liegen.

Das Krankenhauspersonal verweigerte auf Nachfrage der Nachrichtenagentur dpa jede Auskunft zu dem Thema. Sarkozy flog nach dem Besuch unmittelbar nach Frankfurt, um mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) im Vorfeld des EU-Gipfels in Brüssel letzte Hürden für das Euro-Rettungspaket zu beseitigen.

Die unmittelbare Umgebung um die Klinik De la Muette im 16. Pariser Arrondissement ist seit längerem abgeriegelt. Polizisten hielten eine große Schar Journalisten und Kameraleute auf Distanz. Nach Angaben von BFM-TV hat das Paar in der schwer bewachten Klinik die gesamte oberste Etage des Gebäudes gemietet. Das Büro des Präsidenten hatte vorab mitgeteilt, dass es zur Geburt keine offiziellen Auskünfte geben werde.

Die Geburt des ersten gemeinsamen Kindes von Nicolas Sarkozy (56) und seiner Frau war bereits Anfang des Monats erwartet worden. Sarkozys Vater hatte Spekulationen und Erwartungen mit vertraulichen Details über die Schwangerschaft seiner Schwiegertochter angeheizt.

Das Paar ist seit 2008 verheiratet. Präsident Sarkozy hat bereits drei Söhne aus zwei früheren Ehen. Die Musikerin Carla Bruni-Sarkozy hat einen Sohn aus einer früheren Beziehung. Unklar ist weiter, ob er nun einen Bruder oder eine Schwester bekommt. Es wäre das erste Mal, dass ein amtierender Präsident im Elysee-Palast Vater werden würde.