FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> hat am Mittwoch deutliche Kursgewinne verbucht. Die Finanzmärkte hätten positiv auf den Plan reagiert, den Krisenfonds EFSF zum Anleiheversicherer umzurüsten, hieß es von Händlern. In der Spitze erreichte die Gemeinschaftsfwährung 1,3869 US-Dollar. Im Nachmittagshandel gab sie einen Teil ihrer frühen Gewinne wieder ab und fiel auf 1,3793 Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3828 (Dienstag: 1,3676) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7232 (0,7312) Euro.

Vor dem EU-Gipfel zur Schuldenkrise am kommenden Wochenende waren Meldungen über eine mögliche Erweiterung des Euro-Rettungsfonds EFSF zum Anleiheversicherer das bewegende Thema an den Märkten. Bei dieser Lösung würde der EFSF sein Geld bei Neuemissionen von Staatsanleihen hochverschuldeter Euro-Staaten einsetzen, um die ersten Verluste bei eventuellen Zahlungsausfällen abzusichern.

"Die Schlagzeilen zur Euro-Schuldenkrise bestimmen derzeit die Entwicklungen an den Finanzmärkten", sagte Devisenexperte Ulrich Wortberg von Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Fundamentale Daten zur wirtschaftlichen Entwicklung einzelner Volkswirtschaften und Währungsräume würden dadurch weiter in den Hintergrund gedrängt. Wortberg sieht allerdings Enttäuschungspotenzial für Investoren, die auf eine große Lösung beim kommenden EU-Gipfel setzen. Es sei kaum damit zu rechnen, dass dieser einen Befreiungsschlag für die Spannungen im Währungsraum bringen werde, sagte Wortberg.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87495 (0,87020) britische Pfund <GBPVS.FX1>, 106,19 (104,97) japanische Yen <JPYVS.FX1> und 1,2428 (1,2348) Schweizer Franken <CHFVS.FX1> fest. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.652,50 (1.631,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 37.720,00 (38.370,00) Euro.