Kaiserslautern (dpa) - Beim 1. FC Kaiserslautern haben sie gelernt, geduldig zu sein. Mehr als eine Stunde lang lief bei den Pfälzern gegen den SC Freiburg nicht viel zusammen. Dennoch blieben die Fans ruhig - und wurden am Ende für ihre Ausdauer belohnt.

Itay Shechter war es, der die Anhänger der «Roten Teufel» in der 75. Minute mit seinem Treffer zum 1:0 (0:0)-Sieg in Partylaune versetzte. «Ich bin sehr glücklich», sagte der Israeli, der auf dem Betzenberg nach Startschwierigkeiten nun endlich in Schwung kommt.

Aus der Spur gerät dagegen der SC Freiburg. Nach fünf Niederlagen in den vergangenen sechs Spielen schrillen im Breisgau vor dem Duell mit Ex-Trainer Robin Dutt und Bayer Leverkusen am kommenden Freitag die Alarmglocken. «Das war zu wenig», analysierte Mittelfeldspieler Johannes Flum den enttäuschenden Auftritt. «Zuletzt haben wir gut gespielt und verloren. Das war ärgerlich. Heute haben wir schwach gespielt und völlig verdient verloren», sagte Freiburgs Sportdirektor Dirk Dufner.

Zwar zeigten die Freiburger fußballerisch die besseren Anlagen, doch wirklich zwingend waren die Aktionen der Gäste nicht. «Bis zum Sechzehner sah das gut aus, doch am Ende hat der letzte Pass gefehlt», meinte Ex-Nationalspieler Andreas Hinkel. Stürmerstar Papiss Cissé war auf sich allein gestellt und zeigte vor allem nach der Pause einen lustlosen Auftritt.

Die Gastgeber warfen dagegen alles in die Waagschale, was sie haben. Spielerisch ist das Team von Trainer Marco Kurz limitiert, dass wissen sie in der Pfalz. «Taktisch und von der Disziplin her hat die Mannschaft das aber richtig gut gemacht», lobte Kurz. Vor der Partie vor 40 748 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion hatte der FCK-Coach seine Spieler noch gewarnt, nach dem überraschenden 2:1-Sieg beim FC Schalke 04 in der Vorwoche nicht abzuheben. Am Samstag zeigten die «Roten Teufel», dass sie ihren Coach verstanden hatten. «Wir haben den Erfolg auf Schalke heute vergoldet», freute sich Verteidiger Mathias Abel nach dem zweiten Heimsieg der Saison.

Im Duell schlechtester Angriff gegen schwächste Abwehr der Liga passierte im ersten Durchgang so gut wie gar nichts. In der neunten Minute hatte Anton Putsila die Führung für die Gäste auf dem Fuß, schoss frei stehend aber am Lauterer Tor vorbei. Bei den Hausherren hatte Mathias Abel Pech, dass sein Kopfball von Cedrick Makiadi auf der Linie geklärt wurde (39.).

Erst nach einer Stunde schalteten die Hausherren einen Gang höher. Zunächst scheiterte Shechter mit einem strammen Schuss an Freiburgs Torwart Oliver Baumann (62.). Nach dem anschließenden Eckball hatte der Angreifer aus Israel Pech, dass sein Schuss von der Latte auf die Torlinie prallte (63.).