Tokio (dpa) - Bundespräsident Christian Wulff ist am Sonntagmorgen zu einem sechstägigen Besuch in Japan eingetroffen. In Tokio wollte Wulff unmittelbar nach der Ankunft an einem deutsch-japanischen Fest teilnehmen. Am Montag wird der Bundespräsident vom japanischen Kaiser Akihito empfangen.

Sieben Monate nach dem Erdbeben und der Reaktorkatastrophe von Fukushima will der Bundespräsident auch die Katastrophengebiete im Norden des Landes besuchen und die Solidarität Deutschlands mit den Opfern unterstreichen. Offizieller Anlass des Besuchs ist das 150. Jubiläum der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Berlin und Tokio.

In der Wirtschaftsdelegation, die den Bundespräsidenten begleitet, sind vor allem mittelständische Unternehmen aus der Umwelt- und Energietechnik vertreten. In Kyoto eröffnet Wulff die erste deutsche Künstlerresidenz in Asien, die Villa Kamogawa. In Ise besucht er den wichtigsten Shinto-Schrein des Landes. Am Freitag kehrt der Bundespräsident nach Berlin zurück.